Raupe |
Das Raupenstadium der Schmetterlinge bedeutet: fressen und wachsen |
| Nach dem Schlüpfen aus dem Ei, beginnen die kleinen Raupen mit der Nahrungsaufnahme. Sie fressen dann meist nur an einer einzigen Pflanzenart. Ihre erste Nahrung ist allerdings die proteinhaltige Eischale. |
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Um wachsen zu können, muss die Raupe ihre zu eng gewordene Haut (1) abstreifen. Darunter hat sich bereits die neue, größere (2) gebildet. Die Raupe setzt nach der Häutung die Nahrungsaufnahme fort. Im Laufe des Raupenlebens vollzieht sich der Häutungsprozess viermal. |
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| Bei vielen Arten verzehrt die Raupe die alte Haut, da diese noch wertvolle Nährstoffe und Spurenelemente beinhaltet. | ||||
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| Diese Raupe zeigt den anatomischen Aufbau: Am Brustteil (1) befindet sich der Kopf mit den Fresswerkzeugen (Mandibeln) und drei gegliederte Beinpaare - diese sind auch beim Falter als Beine vorhanden. Am Hinterteil und Körperende (2) sind noch vier paarig angeordnete Bauchfüße und ein Nachschieber-Beinpaar. Hier handelt es sich aber lediglich um zweckgebundene Hautausstülpungen zum Festhalten. Beim Falter fehlen sie. Entlang der Körperseiten verlaufen die Stigmen - die Atemöffnungen, über die Sauerstoff aufgenommen wird. | ||||
| Zu den natürlichen Feinden von Raupen zählen neben Vögeln, Eidechsen, Spinnen und Ameisen auch parasitäre Insekten - Schlupfwespen, die sich darauf spezialisiert haben, ihre Eier in lebende Raupen zu legen. Die schlüpfende Brut frisst dann die Raupe innerlich auf. | ||||
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| Die erwachsenenen Parasitenlarven verlassen die leere Raupenhaut und verpuppen sich in kleinen weißen Kokons, direkt an der nun toten Raupe. Nach wenigen Tagen schlüpfen dann die Schlupfwespen aus. | ||||
| Raupen bedienen sich verschiedener, erstaunlicher Tricks, um sich ungestört im Verborgenen entwickeln zu können: |
TARNUNG |
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| Die Raupen der Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) rechts im Bild schmiegen sich Dank dichter Seitenbehaarung ohne Schattenwurf an Zweige. |
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Die Raupe des Zitronenfalters presst sich an die Mittelrippe und wird "unsichtbar". | ||
WARNUNG |
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| Besonders die bunten Raupen, die sofort auffallen, weisen auf ihre Giftigkeit hin. Natürliche Feinde deuten die Warnfarben schwarz, rot und gelb als ungenießbar und vermeiden den Kontakt. |
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| Nun sind Raupen nicht von Natur aus giftig......die Gifte nehmen sie erst über ihre Futterpflanzen auf und binden sie im Körpergewebe. | |||
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| Die kontrastreiche Raupe des Schwalbenschwanzes verblüfft potentielle Angreifer damit, dass sie bei Berührung eine fleischige Nackengabel ausstülpt, die stinkenden Geruch verbreitet. | ||
TÄUSCHUNG |
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Die Raupen des Schillerfalters ahmen Nacktschnecken nach....Wer isst schon Nacktschnecken?? |
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| Die Raupe dieses Schwalbenschwanzes Papilio bianor aus China erweckt den Eindruck, der Angreifer hätte es mit einer Schlange zu tun. |
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| Seitlich betrachtet wird der "Schlangeneffekt" der Raupe entzaubert. |
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Die Raupe links im Bild ahmt in Farbe und Form frischen, glänzenden Vogelkot nach (Vogelkotmimese). Kein Fressfeind wird sich nähern. | ||
| Viele Raupen von Nachtfaltern beherrschen das Vortäuschen falscher Tatsachen in Perfektion. Nicht nur optisch, sondern auch in ihren Bewegungen geben sie vor, ein Ästchen zu sein (Astmimese). Bei leichtem Wind schaukeln sie mit dem Astwerk mit. | |||
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| Wie vielfältig die Schutz- und Verteidigungsstrategien auch sein mögen, dienen sich doch nur dem Überleben der Raupe, damit sich diese nach insgesamt 4 Häutungen verpuppen kann ........ | ||
Raupe |