Puppe |
| Das Puppenstadium ist zugleich das Ruhestadium. In der Puppe vollziehen sich komplizierte, biochemische Prozesse, in deren Verlauf sich die Raupe regelrecht "auflöst" und zum Schmetterling "umformt". Ist die Umwandlung (Metamorphose) beendet, schlüpft der fertige Schmetterling aus. | ||
| Bei jeder Puppe erkennt man bereits die Falter-Anatomie: |
|
|
| Die Körperform der Puppe entspricht in etwa schon der des Falters. Seitlich liegen die Atemöffnungen. Am Kopf erkennt man die Augen und den Saugrüssel. Zur Bauchseite hin sind - wenn auch noch eingezogen - die späteren Beinpaare angesetzt. Etwa die Hälfte der Bauchseite ist mit den Flügelscheiden - den späteren Flügeln - bedeckt. | ||
| Von der Raupe zur Puppe - Die Verpuppung | ||
Die Raupe spinnt sich ein
Seidenkissen am Blatt. Mit dem Hinterteil heftet sie sich dann fest. Der Körper wird
durch einen "Seidengürtel" vor dem Abstürzen gesichert. |
||
|
||
Die Raupenhaut
wird entlang des Körpers nach hinten zurückgeschoben. |
||
Der Kopf der zukünftigen Puppe formt sich. Die Raupenhaut schiebt sich unter wellenförmigen Bewegungen immer
mehr zusammen. |
||
Die noch weiche
Puppe formt sich. Die Flügelscheiden entwickeln sich und die alte Raupenhaut ist
zusammengeschoben am Körperende. |
||
Das Hautknäuel
fällt ab und unter drehenden Bewegungen heftet sich die Puppe am Haftkissen fest. Nun hat sie ihre
endgültige Form und beginnt zu erhärten. |
||
Die
fertige Puppe hat Form und Farbe eines Blattes angenommen, um dem Blick von Feinden zu
entgehen - schließlich ist sie zur Flucht nicht fähig. |
||
Bei Stürzpuppen wird die
Haut der Raupe nach oben gestreift:![]() |
||
Darunter ist die fertige Puppe bereits entwickelt:![]() |
||
Die Haut fällt
schließlich zu Boden und die Puppe erhärtet:![]() |
| Die verschiedenen Puppen - Typen: |
| Stürzpuppe: |
|
||
| Nur mit dem Hinterteil befestigt, kopfüber an Pflanzenteilen hängend. |
|
||
| Dem ersten Blick nach nur irgendeine Frucht ! |
|
||
| Gürtelpuppe: |
|
||
| Der Kopf ist nach oben gerichtet. Die Puppe ist mit dem Hinterteil befestigt und zusätzlich mit einem Seidengürtel gesichert. |
|
||
| Mumienpuppe: |
|
||
| Immer unter der Erde oder in einem schützenden Kokon. Keine Haftkissen und Seidengürtel vorhanden. |
|
||
| Überlebens- und Schutzstrategien: | ||
| Die Puppe ist im Gegensatz zu allen anderen Stadien nicht fortbewegungsfähig. Umso wichtiger ist es deshalb, die Aufmerksamkeit von sich abzulenken und Feinden nicht aufzufallen. TARNEN und TÄUSCHEN heißt das Prinzip des Überlebens - man gibt vor, etwas anderes zu sein ......... | ||
|
..... ein lebloses Blatt !?! | ||
| ..... ein vertrocknetes Blatt !?! |
|
||
|
.... eine austreibende Knospe !?! | ||
| .... frischer, noch glänzender Vogelkot !?! |
|
||
|
.... ein abgebrochener Zweig !?! | ||
NEIN ! Alles lebende Schmetterlingspuppen, die sich nur dem Auge des Betrachters nicht zu erkennen geben! |
|||
| Einige Tage bevor der fertige Schmetterling schlüpft verdunkelt sich die Puppe. Durch die Flügelscheiden zeichnen sich die farbigen Flügel des Schmetterlings ab: | |||
|
|
||
| Das Puppenstadium dauert je nach Art unterschiedlich lange, im Durchschnitt ungefähr zwei Wochen, außer bei überwinternden Puppen: sie entlassen die Falter im Frühjahr, nach bis zu 6 monatiger Puppenruhe. | |||
| Ei | Raupe | Puppe | Falter |