Danaus eresimus

Der bekannte Monarchfalter, Danaus plexippus. Sein Vorkommen erstreckt sich über ganz Süd-, Mittel- und Nordamerika und den Kanarischen inseln. Der Monarchfalter Danaus eresimus aus Venezuela.
Schmetterlinge aus der Familie Danaidae gehören zu den giftigen Arten. Sie weisen durch ihre auffallende Färbung darauf hin. Außerdem sind sie bekannt für ihre weitreichenden Wanderungen. Der bekannte Monarchfalter Danaus plexippus (Zuchtbericht) wandert jährlich mehrere 1000 Meilen entlang der amerikanischen Küste von Kanada bis Mexiko, um dort zu überwintern. Eine eigene Population des bekannten Monarchs lebt auf den Kanarischen Inseln. Dort fliegen die Schmetterlinge das ganze Jahr über und es ist für Naturliebhaber ein erhebendes Gefühl an Weihnachten oder Silvester die riesigen Falter um Eukalyptus - Baumkronen segeln zu sehen.

Eine weitere Danaus - Art findet man auf den Kanaren, wenn auch wesentlich seltener: Danaus chrysippus, den Kleinen Monarch (Zuchtbericht). Ebenfalls sehr bunt und giftig.

Danaus eresimus aus Südamerika (Venezuela) vollbringt die Hochleistung weiteer Wanderungen nicht in diesem Ausmaß, steht aber den Schwesterarten hinsichtlich prächtiger Färbung in nichts nach.

Gerne versammeln sich die Falter um Wasserstellen.

Die Schmetterlinge fliegen in langsamen Segelflug durch die Vegetation. Sie brauchen dabei so gut wie keine Feinde zu fürchten. Ihre auffallende, kontrastreiche Färbung weist darauf hin, dass die Schmetterlinge ungeniesbar sind.

Die Giftstoffe in ihrem Körper sind ursprünglich in der Futterpflanze der Raupe enthalten und werden bei der Nahrungsaufnahme angereichert.

Bei guter Fütterung und ausreichend Freiflug gehen die Falter nach etwa 10 Tagen freiwillig in Kopula.

Weitere 4 bis 6 Tage später legt dann das Weibchen die Eier ab.

Danaus eresimus bei der Paarung.

Halberwachsene Raupen an Asclepias curassavica

Die erwachsenen Raupen weisen durch Warnfarben auf ihre Giftigkeit hin.

Raupen des Monarchfalters stellen eine farbenfrohe Erscheinung dar. Am Kopf und Hinterteil besitzen sie zudem noch fadenähnliche Hautauswüchse, die ihnen darüber hinaus ein bizarres Aussehen verleihen. Geschützt durch giftige Pflanzenstoffe, brauchen sie sich nicht zu tarnen. Im Gegenteil: Sie warnen ihre Feinde optisch aufgrund ihrer grellen Farbkontraste. Ähnliche Raupenmerkmale finden sich auch den Schwesternarten Danaus plexippus und Danaus chrysippus !
 

Um sich als Eiraupe (ungiftig) ungestört mit Alkaloiden anreichern zu können bedienen sich die Tiere eines Tricks:

Sie fressen um sich eine Lochreihe, durch die das milchige Pflanzengift austritt. Innerhalb dieses "Schutzwalles" können die Junraupen ihrerseits ungestört fressen, bis sie selbst giftig genug sind !