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Das Juwel in jedem Schmetterlingshaus Morpho peleides ssp. peleus |
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ANMERKUNG zu den BILDERN: Die Bilder sind NICHT mit irgendwelchen Tricks farblich verändert! Die mitunter hohe Leuchtkraft und der stark reflektierende Farbglanz ist durch die Verwendung eines Blitzes bedingt und für frisch geschlüpfte Falter NORMAL !!!!!! |
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Es ist schon ein besonderes Vergnügen einen Vertreter der prächtigen Morphos fliegen zu sehen. Bei Temperaturen um 25 Grad Celsius starten sie spät vormittags und sonnen sich lange und ausgiebig auf Blättern oder an Wänden. | ||||
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| Bei großer Hitze ruhen die Morphos mit geschlossenen Flügeln im Schatten unter Sträuchern oder in Bodennähe. Auch die Nacht über sitzen sie an Stängeln, haben dabei aber oft die Flügel geöffnet. |
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| Als Nahrung nehmen die Tiere Kunstnektar, aber auch Obststücke wie Birne oder Banane an. Vor allem nach starkem Gießen suchen sie nasse Stellen und Pfützen am Boden auf. Hier nehmen sie Mineralstoffe zu sich. | |||||
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| Die Tiere setzen sich an der Nahrung ab, schlagen ihre leuchtenden Flügel etwa zwei- bis dreimal auf und lassen sie dann geschlossen. Nach längerer Nahrungsaufnahme verlieren sie ihre Scheu und man muss schon aufpassen, dass man nicht versehentlich darauf tritt, denn durch ihre Flügelunterseite passen sie sich steinig-lehmigem Boden hervorragend an. | |||||
Etwa 2 Wochen nach dem Schlupf beginnen die Männchen mit der Balz um die Weibchen. Dazu verfolgen sie sich in wildem Flug kreuz und quer durchs Schmetterlingshaus. Es ist schon erstaunlich, dass sie dabei nirgends anecken und sich die Flügel nicht verletzen. Tagelang dauert die Balz und schließlich paaren sich die Tiere spät nachmittags im Schutz von Sträuchern. |
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Weibchen |
Zwei Männchen |
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![]() ![]() Raupen L1 |
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Raupen L3 |
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Raupen L4 |
Raupen L5 |
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Die Raupen sind in den ersten drei Stadien sehr anfällig gegen Temperaturschwankungen. Wenn sie sich aber erst einmal richtig kräftig entwickelt haben, werden sie erstaunlich robust. Ich hatte während einiger Tage im Sommer vergessen, das Futter zu wässern und die Zweige sind schnell vertrocknet. Die Raupen haben an den welken und harten Blättern weiter gefressen. Ich hörte das Knistern des trockenen Laubes, wenn es die Raupen anfraßen. |
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Zur Verpuppung heftet sich die Raupe an einer Zweigunterseite an und hält sich mit allen Beinen fest. Sie schrumpft stark ein und färbt sich erst nach drei bis vier Tagen grünlich. Dabei verliert sie die meisten Haare. In dieser Position und mit diesem Aussehen verbringt sie weitere zwei Tage unbeweglich am Ast. Erst wenn sie die Raupenhaut abstreift, lässt die Raupe die Brust- und Bauchfüße los und je weiter nach hinten sie die Haut abstreift, desto mehr gerät sie in die hängende Position. Eine hängende Vorpuppe konnte ich nie beobachten! |
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| Die Morphoraupe variiert in ihrem Aussehen zwischen gelb, gelb-braun und braun. Typisch sind die buschige Kopf- und Seitenbehaarung. Die Raupen fraßen bei mir an einer Lonchocarpus("?")-Art, die niemand näher bestimmen kann. Eigentlich befand sich diese Pflanze nur leihweise zur Überwinterung bei mir und eines Tages fielen mir kleine, hellgrüne, halbrunde und abgeflachte "Warzen" daran auf. Zuerst dachte ich an Schildläuse....aber es schlüpften Morpho-Raupen - wie sich erst später herausstellte! Eine Reihe anderer Futterpflanzen wurde noch angenommen, aber je nach peleides-Rasse unterschiedlich! | |||||
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Die Raupen legten vor der Verpuppung in träger Geschwindigkeit kurze Strecken zum Verpuppen zurück. Einige waren leicht zu finden, andere - glaube ich - habe ich überhaupt nicht gefunden. Etwa 14 Tage nach der Verpuppung verfärben sich die Puppen dunkelbraun und der Falter schlüpft kurz darauf. Wenn die Feuchtigkeit unter 60% fiel, haben die Falter ihre Flügel nicht vollständig entfaltet und blieben am Außenrand der Hinterflügel verkrüppelt. Trotzdem konnten sie geschickt fliegen, selbst mit größeren Verletzungen am Flügel. |
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| Ich habe herausgefunden, dass die Morphos lieber gut warme Plätze im Schatten aufsuchen und die pralle Sonne, sowie heiße Temperaturen um 33 Grad Celsius meiden. Innerhalb der ersten Lebenswochen sind die Flügel geschmeidig und biegsam, so dass Verletzungen ausbleiben. Erst gegen Ende ihres Lebens von 4 bis 5 Wochen werden die Flügel pergamentartig hart und brechen leicht. Somit erkennt man alte Falter auch am Zustand der Flügel bzw. deren Flexibilität! | |||||
| Die folgenden Bilder
stammen von der F1-Generation und zeigen frische, einige Stunden alte Falter: (Klicken Sie auf die Bilder, um sie im Großformat betrachten zu können !) |
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RARITÄT: Dieses Männchen hat stark albinistische Hinterflügel und die Oberseite schillert demzufolge violett !! |
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RARITÄT mit violetten Hinterflügeln ! |
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Je nach Lichteinfallswinkel schillern die Schmetterlingsflügel in verschiedenen Blau- und Violetttönen. Das Blitzlicht wird regelrecht reflektiert! |
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